Michael Glos: "Ich hoffe, dass es meinem Land nie so dreckig geht, dass es auf Leute wie mich zurückgreifen muss." Mit diesen Worten wies er Pläne von sich, Minister in einem Kabinett Merkel zu werden.
Doch es kam anders: Wegen des Verzichts von Edmund Stoiber musste Glos ran - und freundete sich nur langsam mit seiner neuen Rolle als Wirtschaftsminister an. "Wenn jemand 'Herr Minister' sagt, denk ich noch immer, da steht einer hinter mir."
(Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,606365,00.html, Michael Glos - Sprüche eines Instinktpolitikers)
„Die Kanzlerin und CDU-Vorsitzende habe ihn als Wirtschaftsminister nie richtig ernst genommen. So habe sie ihm mehr als einmal das Gefühl vermittelt, dass sie glaube, er habe "von vielen Dingen keine Ahnung".“
(Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/163/457819/text/)
Nach Informationen des "Münchner Merkur" soll Glos am Montagabend wörtlich über Merkel gesagt haben: "Sie hat immer geglaubt, ich hätte von vielen Dingen keine Ahnung. Stattdessen hängt sie an den Lippen von Finanzminister Steinbrück, der sich jeden Satz aufschreiben lassen muss."
Fazit: Wir hatten einen Wirtschaftsminister, der sich für das Amt offenbar selbst nicht für geeignet hielt. Und wir haben immer noch einen Finanzminister der offenbar noch viel weniger kompetent ist und nur ablesen kann, was ihm nicht näher bezeichnete Hintermänner aufschreiben. Und wir haben immer noch eine Bundeskanzlerin, die aus den beiden Inkompetenten den Inkompetenteren um Rat bittet.
Und wer wird nun der neue Wirtschaftsminister:
Deutscher Bundestag: Veröffentlichungspflichtige Angaben
1. Beruf: (vor der Mitgliedschaft ausgeübt) Geschäftsführer, Guttenberg GmbH, Vermögensverwaltung, München
1. Beruf: (während der Mitgliedschaft ausgeübt) Geschäftsführer, Guttenberg GmbH, Vermögensverwaltung,München (bis November 2003)
Geschäftsführer, KT-Kapitalverwaltung GbR, München (bis September 2004)
(Quelle: http://www.nachdenkseiten.de/?p=3757 )
http://daserste.ndr.de/panorama/media/panoramaguttenberg102.pdf
http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/media/zapp3162.html
Fazit: Wir bekommen nun, noch dazu mitten in der Wirtschaftskrise, einen Wirtschaftsminister, der für das Amt ebenso wenig geeignet erscheint, wie sein Vorgänger.
Ja, hallo? Wir finanzieren mit einigen hundert Milliarden Euro Steuern jährlich diesen Staat und dafür bedienen uns solche Amateure? Für wie vertrauenswürdig würden sie beispielsweise ein Autohaus noch halten, wenn Sie sich dort vorstellen, um einen neuen Familienwagen anzuschaffen und zur eingehenden Beratung wird Ihnen die Putzfrau angeboten, die gerade dabei ist, die Kundentoiletten zu reinigen und die keinerlei Ahnung von Kraftfahrzeugen egal welcher Art hat? Was würden Sie sagen, wenn Sie in einer gesundheitlichen Notsituation ins Krankenhaus kommen und dort will Sie der diensthabende Jurist der Klinikverwaltung operieren?
Als Wirtschaftsminister mitten in der schwersten Weltwirtschaftskrise seit vielen Jahrzehnten einen jungdynamischen Juristen mit politischem Schwerpunktfach Außenpolitik und einziger wesentlicher Berufserfahrung Sohn von reichen Adeligen, das nehmen Sie hin? Das lassen Sie sich bieten von einer "Volkspartei", der Christlichen Union mit einigen hunderttausend Mitgliedern? Glauben Sie tatsächlich, dass es unter diesen paar Hunderttausend keinen besseren Wirtschaftsexperten gibt als diesen hochstaplerisch sich gebärdenden Jung-Adeligen?
Immerhin entlarvt sich so einmal ganz deutlich die Puppendemokratie! Die Puppen, die uns zur Wahl gestellt werden, sind bloße Leerstellen, willen- und kompetenzlose, teils hat man den Eindruck auch seelenlose Platzhalter. Die Mächte, die diese Puppen spielen, sind die gleichen, egal ob die Puppen das grüne, rote, gelbe oder schwarze Schürzchen anhaben. Wir dürfen die Puppen wählen, mit denen gespielt wird, jedoch nicht die spielenden Mächte, die schließlich alleine darüber bestimmen, welches Spiel mit den Puppen gleich welcher Farbe aufgeführt wird. Die Puppenspieler stehen über dem demokratischen Willen. Sie sind für uns auch, ganz so wie in Platons Höhlengleichnis, überhaupt nicht sichtbar. Wie will das Volk kontrollieren, was es gar nicht richtig sehen kann? Und deshalb hatte Peter Sodann, der linke Kandidat für das Bundespräsidentenamt nicht ganz unrecht, als er in Frage stellte, ob dieses überhaupt noch eine Demokratie sei.
Haben Sie beachtet, wie sehr überzeugt sich Hr. Hundt von Hrn. von und zu Guttenbergs Tauglichkeit gezeigt hat? Dann dürften Sie auch ahnen, wer die Puppenspieler sind.
Und auch den ganzen restlichen Mummenschanz der letzten Jahre dürften Sie dann durchschauen, höchste Inkompetenz bis hinauf in die Position des Bundeskanzlers. Dann wird klar, warum nahezu alles was diese Politiker tun, für das Gemeinwohl Bullshit ist, vom Dosenpfand über die Kürzung der Entfernungspauschale bis zur Hochschulreform.
Gerade in einer Krise dürfen wir uns das nicht mehr bieten lassen, da jetzt schnelles richtiges Handeln gefragt ist. Die Puppendemokratie ist aber nur zu langsamem, falschem oder schnellem und noch viel fälscherem Handeln in der Lage bzw. zum Handeln ausschließlich für die egoistischen Interessen der Puppenspieler, was für die Allgemeinheit um so fataler ist, je schneller es sich vollzieht.
Die dilettantische Besetzung des Wirtschaftsministeriums durch CDU und CSU in den Zeiten der größten Weltwirtschaftskrise ist eine ungeheuerliche Farce, die ein selbstbewusstes Wählervolk sich so nicht bieten lassen darf!
Volk, hör die Signale! Stürze diese Puppendemokratie! Ersetze sie wieder durch echte, wirkliche Demokratie. Doch dazu brauchen wir eine politische Alternative! Und diese politische Alternative braucht Dich, einfach jede und jeden, die nicht den dunklen Puppenspielermächten angehören.
Es hat keinen Sinn einfach nur Deine Arbeit weiter zu tun, denn im Schatten der Puppenspieler wirst Du bald keine befriedigenden, sinnvollen Arbeitsergebnisse mehr erreichen können. Jetzt ist der Moment, da wir, das Volk die politische Macht an uns zurück reißen müssen, um Freiheit und Demokratie wiederzuerlangen, so wie in Jothams Fabel aus dem Alten Testament:
http://www.freitag.de/positionen/0907-wahljahr-erinnerungspolitik-gedenken
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