Archiv für: März 2009, 08

Noch ein Bankerwitz

08.03.09 | von Knut Karnann [mail] | Kategorien: Nicht kategorisiert

Ein Spitzenbankräuber schleicht sich im Jahre 2009 über die Kanalisation durch Laserschranken hindurch an die Tresorräume einer der größten Banken des weltweiten Finanzsystems heran. Nach nur zwanzig Minuten hat er die Türe zu einem einfamilienhaus-großen Tresor aufgeschweißt, doch der erste Tresorraum ist leer. Auch der zweite Tresorraum ist leer. Im dritten Tresorraum steht ein Tisch. Auf diesem Tisch liegt ein Briefumschlag. Der Bankräuber nimmt den Umschlag an sich und flieht. In seinem Versteck angekommen öffnet er ihn voller Neugier: Der Inhalt ist ein Brief der ausgeraubten Bank, in dem steht: „Sehr geehrter Unbekannter, wir gratulieren Ihnen zur Überwindung unserer Sicherheitssysteme. Wenn Sie bereit sind, mit uns darüber zu schweigen, dass unsere Tresore leer sind, werden wir unsererseits mit Freude auf eine Strafanzeige verzichten, für die Reparaturkosten an unserem Sicherheitssystem höchst gerne Staatshilfe in Anspruch nehmen und auf Ihren Namen bei unserer Bank hundertprozentig diskret, selbstverständlich ohne Finanzamtmitteilung, auf Ihren Namen ein geheimes Sperrkonto eröffnen über den Nennwert von Fünfhundert Milliarden Euro mit einer sagenhaften Verzinsung von 25% per annum.“ Im Kleingedruckten steht jedoch: „Diese Erträge werden automatisch wieder angelegt, die Kündigungsfrist für diese Reinvestitionen wie auch für die Anlage selbst beträgt dreihundert Jahre, Totalverlust ist bis dahin höchst unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Auf Widerrufsfrist und Rechtsweg wird freiwillig ebenso Ihrerseits bereits auch im Namen möglicher Erben verzichtet. Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen!“

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