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Die "Medienvergauckung" der Angela Merkel
Verstehen, was abläuft!

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Nachlese zum Thema Herr Gauck - Frau Merkel und nun auch noch Frau Kraft
Verstehen, was abläuft!

19.06.10 | von Knut Karnann [mail] | Kategorien: Nicht kategorisiert

Der letzte Artikel hat eine selten lebhafte Diskussion auf unserer Kommentarseite hervorgerufen.

Mittlerweile fühle ich mich durch andere sehr, sehr gute Artikel der Blogosphäre in meiner Meinung bestätigt. Jedoch bin ich mir nicht mehr so sicher, ob ich persönlich tatsächlich Gauck vor Wulff unterstützen würde:

Der Artikel "Joachim Gauck: Ein traumatisierter Präsidentschaftskandidat" von Wolfgang Lieb auf dem Nachdenkseiten.de-Blog zeichnet ein bedenkliches Bild von der Gesinnung des Kandidaten der SPD und der Grünen für das Bundespräsidentenamt und von dem taktischen Spielchen, das seiner Kür zu Grunde liegt. Wenn Sie sich ein abschließendes Bild über die Kandidaten machen möchten, sollten sie diesen hervorragenden Artikel unbedingt lesen.

Auf dem Spiegelfechter-Blog findet sich ein Artikel von Jens Berger "Gauck-Hype? Welcher Gauck-Hype?", der die Kampagne der Gauck-Kandidatenkür entlarvt und dahinter, hört, hört eine Werbeagentur Scholz & Friends mitmischen sieht, die auch zehn Jahre lang für die Arbeitgeber-Lobby „Inititative Neue Soziale Marktwirtschaft“ tätig war.

Schließlich sieht ein aktueller Artikel von Thomas Strobl auf dem Wirtschafts-Blog Weissgarnix.de die Bundeskanzlerin nun von überraschender Seite in letzter Minute gerettet, was meine Ansicht bestätigt, dass sie zuletzt wirklich in arge Bedrängnis gebracht worden war. Dieser Artikel untermauert auch, Frau Merkel bremst immerhin die neoliberale Politik, die Fortsetzung der neoliberalen Reformen, die immer weiter den Abgrund hinunter führen, irgendwann in der Bewegung eines freien Falles. Sie trachtet nach politischen Konstellationen, die für dieses Festhalten an der Steilwand noch eine Haltemöglichkeit bieten, z.B. die "wieder ganz, ganz große Koalition". Aber selbst die entsprechenden Querschüsse der CSU-Schwester sind ihr vermutlich willkommene Sicherungshaken im glatten Fels des unmenschlich kalten, ultraliberalen Politikgranits.

Freilich wird uns Merkels Bremsen auf längere Sicht nicht retten, uns nur ein paar noch relativ schöne Monate mehr gewinnen lassen vor dem Absturz in anarcholiberales Chaos und Finsternis. Was wir dringend brauchen, ist eine politische Leitfigur, die sich offensiv dem ultraliberalen Kurs entgegenstellt oder mindestens eine breite Menge in der Bevölkerung, die sich, dieses laut fordernd, endlich deutlicher bemerkbar macht.


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