Unfassbar: Asiaten nutzen unsere Haushalte als nukleares Endlager

21.02.09 | von Knut Karnann [mail] | Kategorien: Nicht kategorisiert

NACHRICHTEN GELESEN MIT DER BRILLE DER MITTELSCHICHT

Was haben wir jahrzehntelang gegen die Castor-Transporte demonstriert? Asiaten sind viel erfinderischer, was radioaktive Abfälle betrifft. Dafür gibt es doch die Schmelzöfen in den großen, zu hunderten aus den westlichen Industrieländern nach Asien verlagerten Stahlwerken! Asiaten lernen bekanntlich schnell: Von den aufgrund mangelnder Arbeitssicherheit da hineingefallenen Kollegen und Mitarbeitern war ja nach einem kurzen Zischen und Britzeln auch nichts mehr für die Beerdigung übrig: Eine geeignete Lösung also für den unliebsamen Nuklear-Abfall, mit dem keiner weiß, wohin?

Der so atomar verunreinigte Strahl, pardon, Stahl ist so schön preisgünstig, dass er gerne von europäischen Herstellern eingekauft wird. Und das fiel, so las man die Tage nun endlich, auf unseren Schrottplätzen auf, die ihren Wareneingang schon längst mit Geigerzählern kontrollieren, da man in der Branche auch unseren eigenen Atomenergie-Betreibern nicht über den Weg traut in Bezug, auf was für Ideen die noch kommen werden, um ihren Problemmüll loszuwerden. Das Problem ist nur, vor dem Schrottplatz, das wird natürlich bestritten, war das Zeug normalerweise schon in Gebrauch und wir wundern uns, warum immer mehr Menschen in unserem Umkreis an Krebs erkranken: Was kostet ein Strahlenmessgerät, wo bekomme ich es her, frage ich mich nun? Edelstahl-Dunstabzugshaube, Elektroherd, Spüle und Bad-Armaturen, eigenes Auto auch Aufzug-Knöpfe etc. schon durchgemessen? Sollten Sie nun aber. Denn es lebe der ungeregelte Freihandel!

In mehreren Artikeln hatte ich bereits darauf hingewiesen, dass der globale Freihandel in seiner heutigen radikalen Form sich allgemein und generell grundwerte-zerstörend auswirkt. Und dieses ist einmal wieder ein hervorragender Beleg: Es nützt nichts, sich hier gegen Castor-Transporte auf die Bahngleise zu legen, wenn die Menschen den ungeregelten Freihandel dagegen protestlos zulassen, ja im Gegenteil sogar durch ihr Einkauf-Verhalten unterstützen. Die atomare Verseuchung kommt dann gleichzeitig ganz unverdächtig über den Importhafen für Gebrauchsgüter und Werks-Rohstoffe bis in unsere eigenen Wohnungen. Die Grünen haben das jahrzehntelang nicht kapiert und passend dazu finde ich die Tage zu dem Strahlenschrott-Skandal auch immer noch keine Stellungnahme auf deren Homepage. Überhaupt wird dieser auch in den primären Medien auf auffällig kleiner Flamme gekocht bzw. die Information darüber eher unterdrückt.

Stattdessen wurde in den letzten Tagen der Protektionismus, die Möglichkeit einer normativen und abgabenmäßigen Regelung des Freihandels, in unseren primären Medien an vorderster Stelle und auf breiter Front wieder einmal in Grund und Boden kritisiert, so wie das normalerweise nur der Teufel mit dem Weihwasser macht. Doch die Argumente sind bei näherem Hinsehen allesamt Unfug:

:crazy: Protektionismus würde bei uns die Preise steigen lassen.

Argumente dagegen:

Die in Gesellschaften mit Grundwerte-Dumping produzierten Waren sind zumeist von so minderer Qualität, dass sie selbst für den niedrigen Preis zu teuer sind: Fahrradluftpumpen, die nicht pumpen, Brandmelder, die nicht melden, verseuchte Spielzeuge und Nahrungsmittel, Hautkrebs verursachende Textilfarben und jetzt auch radioaktiv strahlender Edelstahl sind nur einige Beispiele.

Der niedrige Preis an der Ladenkasse ist für aus solchen Ländern importierte Produkte erst die Anzahlung. Ähnlich wie bei faulen Finanzanlagen kommt die eigentliche Rechnung später, ohne dass dieses in irgendeinem Hochglanz-Prospekt gestanden hätte, mit:

- den gesundheitlichen Spätfolgen des Genusses oder des Gebrauches für Sie und Ihre Familie

- dem späteren Verlust von immer weiteren Arbeitsplätzen im Inland für uns und unsere Kinder durch die damit lukrative Verlagerung von immer mehr Industrieproduktion ins grundwerte-dumpende Ausland

- der immer weiteren Zurückdrängung der Grundwerte Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und persönliche Freiheit, Sozialstaatlichkeit, Arbeitnehmerrechte und Umweltschutz auch bei uns durch den damit verbundenen Standorte-Kannibalismus

- dem in Folge des Arbeitsplatzschwundes immer weiteren Absinken unserer Reallöhne hierzulande

- Ist man Christ, sollte man nicht zuletzt auch die Schädigungen der herstellenden Arbeiter durch desolate Arbeitsbedingungen mit einbeziehen. Wir sollten darüber mehr nachdenken, ob es dem lieben Gott gefällt, dass wir z.B. überflüssigen Modeschmuck oder sandstrahl-gebleichte, topaktuelle Stone-Washed-Jeans tragen, für die junge Menschen in Asien, teils Mütter und Väter von kleinen Kindern über Jahre qualvoll an Lungen-Silikose verrecken, bevor sie lange vor dem Erreichen des Vierzigsten Lebensjahres zu Grabe getragen werden. Es ist unfassbar: Unsere ach so Grünen schmähen Pelzträger, aber wer bitte empört sich über gebleichte Jeans und billigen Modeschmuck, die Menschenleben kosten und die in Asien die Schicksale tausender junger Familien ruinieren?

:crazy: Gerade in der jetzigen wirtschaftlichen Krisensituation würden durch Protektionismus steigende Preise für Importwaren die Wirtschaft unverantwortlich hoch belasten.

Argumente dagegen:

Der nach (und nicht vor, wie man jetzt oft liest) der Krise von 1929 eingeführte Protektionismus hat diese nicht noch verschärft, sondern half vielmehr eine selbst sich immer weiter verschärfende Krise mit Zeitverzögerung wesentlich einzudämmen.

Die Wirtschaft leidet nun in der ersten Phase der Krise unter einer extremen Deflation. Alles, was die normale Inflation wieder in Gang brächte, wäre nun im Gegenteil nicht belastend, sondern würde die Wirtschaft stabilisieren.

Die Zölle oder entsprechende Umsatzsteuern, die die Preise steigen lassen würden, wären ja nur Mehreinnahmen für den Staat, wodurch dieser die Bürger an anderer Stelle in gleichem Umfang von Abgaben und Steuern entlasten bzw. Sozialbeihilfen erhöhen könnte. D.h. bei einer insgesamt vernünftigen und fairen politischen Umsetzung würde eine protektionistisch abgeschirmte Wirtschaft für die Menschen, auch was die ansonsten viel zu kurz greifende reine Geldbeutel-Logik betrifft, keinen Cent teuerer sein.

Dafür würde unser Land aber reindustrialisiert mit dicken Auftragsbüchern für unseren nun notleidenden Maschinenbau-Kernsektor und auf diese Weise Millionen neuer Arbeitsplätze im Inland geschaffen und in einem sich verengenden Arbeitsmarkt würden unser aller Reallöhne steigen und wir bräuchten beim Einkaufen viel weniger Skrupel haben als heute. Nur müssten sich die vermögenden Investoren dann mit geringer werdenden, eher normalen Gewinnmargen bescheiden und deshalb setzen diese ihre gesamte multimediale Medienmacht ein, um uns einzubläuen, zum ungeregelten, globalen Freihandel gäbe es nicht die wieder stärker regionalisierte Wirtschaft, ja gäbe es keine Alternative, so wie es bis vor Kurzem auch für die ungeregelten Finanzmärkte angeblich Naturgesetz war.

Aber Sie gehen jetzt wahrscheinlich auch lieber wieder an Ihren neuen, schmucken Edelstahlherd kochen und wundern sich nicht einmal darüber, warum die Sachen gar werden, obwohl Sie die Platte gar nicht eingeschaltet haben. Dazu noch eine letzte Information: Das könnten dann die Gamma-Stahlen gewesen sein, die Ihnen Ihre indischen Freunde in die Herdoberfläche oder Heizspirale implementiert haben! Lassen Sie es sich schmecken.

Quellen:

Strahlenschrott in Deutschland: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,607937,00.html

Silikose und gebleichte Jeans made in Turkey: http://www.dasbiber.at/content/jeans-mit-dem-eigenen-leben-bezahlen....

Silikose und Modeschmuck made in China: http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2005/nr14/International/11648.html

Beispiele für die laufende Anti-Protektionismus-Propaganda - "Das absolute Böse":

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/protektionismus108.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,607514,00.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,607421,00.html

Und dazu unsere gegenläufige Argumentation für die Notwendigkeit von Protektionismus als Mittel zur Grundwerte-Absicherung - Protektionismus war ja nie abwesend, sondern wurde die letzten Jahrzehnte einseitig und mit Erfolg hauptsächlich von Ländern wie China, Japan und Indien betrieben:

http://www.mittelschicht.com/b2evo2/blog1.php/2008/08/08/das-rezept-erfolgreicher-nationaloekonom
http://www.mittelschicht.com/b2evo2/blog1.php/2008/12/27/the-day-after-tomorrow-in-der-oekonomie

Aktuelle Ergänzung: In der heute erschienenen Print-Ausgabe von "Der Spiegel" (2009/Nr.9) findet sich auf Seite 16 ein kurzer Artikel "Kobalt in der Kette", in dem es heißt, dass das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium aktuell nach den mit radioaktivem Stahl verseuchten Produkten sucht, nachdem in NRW strahlende Stahlspäne als Verarbeitungsreste aus der Produktion aufgetaucht sind. Insgesamt wurden mittlerweile 150 Tonnen radioaktiv belasteter Stahl aus Asien in zwölf Bundesländern sichergestellt.


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Jetzt sind auch noch unsere Lebensversicherungen futsch!

19.02.09 | von Knut Karnann [mail] | Kategorien: Nicht kategorisiert

NACHRICHTEN GELESEN MIT DER BRILLE DER MITTELSCHICHT

Jetzt ist es raus: Die Generation der heute Berufstätigen wird nicht wie Generationen zuvor am Ende eines arbeitsreichen Lebens in die Rente gehen und nicht in die Altersteilzeit, nein, WIR werden stattdessen einmal sagen: Ab morgen bin ich auf Altersarmut!

Erst haben die Marktradikalen das staatliche Rentensystem auf Umlagebasis ruiniert, indem sie dessen Reserven für Ostrentner und Spätaussiedler zweckentfremdeten. Dann haben sie behauptet, daran sei aber nur die Demographie schuld. Schließlich haben sie uns mit dem Appell an die Eigenverantwortung zum Sparen für die eigene Altersvorsorge aufgerufen und uns mit Riester-Zulagen gelockt. Und nun haben sie auch noch selbst die konservativsten Spareinlagen verzockt, die wir dazu getätigt haben: Unsere Kapitallebensversicherungen.

Mit 67, wahrscheinlich etliche Jahre früher sehen wir uns wieder: Bei den Müllcontainern.

Hier die heutige Meldung dazu: http://www.nachdenkseiten.de/?p=3782#more-3782


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Murksen in der Krise (Teil 2) – Das Wirtschaftsministerium

16.02.09 | von Knut Karnann [mail] | Kategorien: Nicht kategorisiert

Oder: Die Entlarvung der Puppendemokratie

Michael Glos: "Ich hoffe, dass es meinem Land nie so dreckig geht, dass es auf Leute wie mich zurückgreifen muss." Mit diesen Worten wies er Pläne von sich, Minister in einem Kabinett Merkel zu werden.

Doch es kam anders: Wegen des Verzichts von Edmund Stoiber musste Glos ran - und freundete sich nur langsam mit seiner neuen Rolle als Wirtschaftsminister an. "Wenn jemand 'Herr Minister' sagt, denk ich noch immer, da steht einer hinter mir."

(Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,606365,00.html, Michael Glos - Sprüche eines Instinktpolitikers)

„Die Kanzlerin und CDU-Vorsitzende habe ihn als Wirtschaftsminister nie richtig ernst genommen. So habe sie ihm mehr als einmal das Gefühl vermittelt, dass sie glaube, er habe "von vielen Dingen keine Ahnung".“

(Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/163/457819/text/)

Nach Informationen des "Münchner Merkur" soll Glos am Montagabend wörtlich über Merkel gesagt haben: "Sie hat immer geglaubt, ich hätte von vielen Dingen keine Ahnung. Stattdessen hängt sie an den Lippen von Finanzminister Steinbrück, der sich jeden Satz aufschreiben lassen muss."

(Quelle: http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Bitter-beleidigter-Glos-Merkel-h%F6rte-nur-auf-Steinbr%FCck/472671.html)

Fazit: Wir hatten einen Wirtschaftsminister, der sich für das Amt offenbar selbst nicht für geeignet hielt. Und wir haben immer noch einen Finanzminister der offenbar noch viel weniger kompetent ist und nur ablesen kann, was ihm nicht näher bezeichnete Hintermänner aufschreiben. Und wir haben immer noch eine Bundeskanzlerin, die aus den beiden Inkompetenten den Inkompetenteren um Rat bittet.

Und wer wird nun der neue Wirtschaftsminister:

Deutscher Bundestag: Veröffentlichungspflichtige Angaben
1. Beruf: (vor der Mitgliedschaft ausgeübt) Geschäftsführer, Guttenberg GmbH, Vermögensverwaltung, München
1. Beruf: (während der Mitgliedschaft ausgeübt) Geschäftsführer, Guttenberg GmbH, Vermögensverwaltung,München (bis November 2003)
Geschäftsführer, KT-Kapitalverwaltung GbR, München (bis September 2004)
(Quelle: http://www.nachdenkseiten.de/?p=3757 )

http://daserste.ndr.de/panorama/media/panoramaguttenberg102.pdf

http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/media/zapp3162.html

Fazit: Wir bekommen nun, noch dazu mitten in der Wirtschaftskrise, einen Wirtschaftsminister, der für das Amt ebenso wenig geeignet erscheint, wie sein Vorgänger.

Ja, hallo? Wir finanzieren mit einigen hundert Milliarden Euro Steuern jährlich diesen Staat und dafür bedienen uns solche Amateure? Für wie vertrauenswürdig würden sie beispielsweise ein Autohaus noch halten, wenn Sie sich dort vorstellen, um einen neuen Familienwagen anzuschaffen und zur eingehenden Beratung wird Ihnen die Putzfrau angeboten, die gerade dabei ist, die Kundentoiletten zu reinigen und die keinerlei Ahnung von Kraftfahrzeugen egal welcher Art hat? Was würden Sie sagen, wenn Sie in einer gesundheitlichen Notsituation ins Krankenhaus kommen und dort will Sie der diensthabende Jurist der Klinikverwaltung operieren?

Als Wirtschaftsminister mitten in der schwersten Weltwirtschaftskrise seit vielen Jahrzehnten einen jungdynamischen Juristen mit politischem Schwerpunktfach Außenpolitik und einziger wesentlicher Berufserfahrung Sohn von reichen Adeligen, das nehmen Sie hin? Das lassen Sie sich bieten von einer "Volkspartei", der Christlichen Union mit einigen hunderttausend Mitgliedern? Glauben Sie tatsächlich, dass es unter diesen paar Hunderttausend keinen besseren Wirtschaftsexperten gibt als diesen hochstaplerisch sich gebärdenden Jung-Adeligen?

Immerhin entlarvt sich so einmal ganz deutlich die Puppendemokratie! Die Puppen, die uns zur Wahl gestellt werden, sind bloße Leerstellen, willen- und kompetenzlose, teils hat man den Eindruck auch seelenlose Platzhalter. Die Mächte, die diese Puppen spielen, sind die gleichen, egal ob die Puppen das grüne, rote, gelbe oder schwarze Schürzchen anhaben. Wir dürfen die Puppen wählen, mit denen gespielt wird, jedoch nicht die spielenden Mächte, die schließlich alleine darüber bestimmen, welches Spiel mit den Puppen gleich welcher Farbe aufgeführt wird. Die Puppenspieler stehen über dem demokratischen Willen. Sie sind für uns auch, ganz so wie in Platons Höhlengleichnis, überhaupt nicht sichtbar. Wie will das Volk kontrollieren, was es gar nicht richtig sehen kann? Und deshalb hatte Peter Sodann, der linke Kandidat für das Bundespräsidentenamt nicht ganz unrecht, als er in Frage stellte, ob dieses überhaupt noch eine Demokratie sei.

Haben Sie beachtet, wie sehr überzeugt sich Hr. Hundt von Hrn. von und zu Guttenbergs Tauglichkeit gezeigt hat? Dann dürften Sie auch ahnen, wer die Puppenspieler sind.

Und auch den ganzen restlichen Mummenschanz der letzten Jahre dürften Sie dann durchschauen, höchste Inkompetenz bis hinauf in die Position des Bundeskanzlers. Dann wird klar, warum nahezu alles was diese Politiker tun, für das Gemeinwohl Bullshit ist, vom Dosenpfand über die Kürzung der Entfernungspauschale bis zur Hochschulreform.

Gerade in einer Krise dürfen wir uns das nicht mehr bieten lassen, da jetzt schnelles richtiges Handeln gefragt ist. Die Puppendemokratie ist aber nur zu langsamem, falschem oder schnellem und noch viel fälscherem Handeln in der Lage bzw. zum Handeln ausschließlich für die egoistischen Interessen der Puppenspieler, was für die Allgemeinheit um so fataler ist, je schneller es sich vollzieht.

Die dilettantische Besetzung des Wirtschaftsministeriums durch CDU und CSU in den Zeiten der größten Weltwirtschaftskrise ist eine ungeheuerliche Farce, die ein selbstbewusstes Wählervolk sich so nicht bieten lassen darf!

Volk, hör die Signale! Stürze diese Puppendemokratie! Ersetze sie wieder durch echte, wirkliche Demokratie. Doch dazu brauchen wir eine politische Alternative! Und diese politische Alternative braucht Dich, einfach jede und jeden, die nicht den dunklen Puppenspielermächten angehören.

Es hat keinen Sinn einfach nur Deine Arbeit weiter zu tun, denn im Schatten der Puppenspieler wirst Du bald keine befriedigenden, sinnvollen Arbeitsergebnisse mehr erreichen können. Jetzt ist der Moment, da wir, das Volk die politische Macht an uns zurück reißen müssen, um Freiheit und Demokratie wiederzuerlangen, so wie in Jothams Fabel aus dem Alten Testament:

http://books.google.de/books?id=qNX4cMic2LUC&pg=PA89&lpg=PA89&dq=Jothams+Fabel&source=web&ots=CUqC8j4uIS&sig=7MPNeeLz7PW9BGejwKknC89VrP0&hl=de&ei=QdqZSb7cG4W60AX499yxAg&sa=X&oi=book_result&resnum=3&ct=result#PPA89,M1

http://www.freitag.de/positionen/0907-wahljahr-erinnerungspolitik-gedenken


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Murksen in der Krise (Teil 1): Die Abwrackprämie

14.02.09 | von Knut Karnann [mail] | Kategorien: Nicht kategorisiert

Sie bringt weder etwas für die CO2- Bilanz, noch für die Konjunkturankurbelung. Sie sichert nicht, sondern gefährdet in Wahrheit deutsche Arbeitsplätze und vernichtet mit dem Kapitaleinsatz von 1,5 Milliarden Euro rund 1,5 Milliarden Euro vorhandener Gebrauchswerte: Die Abwrackprämie!

Arbeitsplätze

Besitzer von Autos, deren Wert die Abwrackprämie von 2500 Euro im Vergleich zum Weiterverkauf lohnt, die also gegenwärtig ein Auto fahren, das weniger als 2500 Euro wert ist, können sich wohl kaum einen Mittelklasse-Wagen leisten. Kleinwagen werden aber überwiegend im Ausland hergestellt. Dagegen wird der mit der Abwrackprämie geplante Wegfall von 600.000 reparatur-intensiven, alten Autos schon sehr bald einige tausend Arbeitsplätze in freien deutschen KfZ-Werkstätten kosten.

Gebrauchswerte

Von den Menschen wird an den bisherigen Konjunkturpaketen die soziale Komponente vermisst. Ja, konnte man die alten Autos nicht mit einem Reparaturscheck in Höhe von ebenfalls 2500 Euro z.B. an Hartz-IV-Familien verschenken? Müssen diese geschätzt 1,5 Milliarden an Gebrauchswerten (2500 Euro mal 600.000 Autos) denn der Vernichtung anheim fallen? Im Fernsehen sah man die Tage gestandene Verschrotter weinen, da sie wegen der Verschrottungsprämie Autos zu vernichten hatten, die sich in wesentlich besserem Zustand befanden als ihre eigenen. Kurioserweise holen sich viele Leute nun auch lieber die 2,5 Mille vom Staat für gebrauchte Altwagen, die noch wesentlich mehr wert sind, nur weil die Leute die Umstände und die Risiken des Gebrauchtwagen-Weiterverkaufs fürchten oder über den wahren Wert ihres Alten nicht ausreichend informiert sind.

CO2

Das CO2, das durch die Herstellung eines Neuwagens erzeugt wird, würde von den abgewrackten Altwagen während deren ganzer restlichen Lebensdauer nicht mehr ausgestoßen werden, selbst wenn man sie Tag und Nacht fahren würde. D.h. das umweltpolitische Feigenblatt dieser Maßnahme, die nun auch "Umweltprämie" genannt wird, ist in Wahrheit ein Witz.

Ankurbelung der Konjunktur

Der Wertverlust bei Neuwagen während der ersten Jahre ist enorm. Andererseits müssen viele Neuwagenverkäufer leasen oder Kredite aufnehmen, weil sie auch das Geld für den um 2.500 Euro reduzierten Neuwagenpreis selbst nicht aufbringen können. Viele werden sich dabei finanziell übernehmen und müssen die Leasing- oder Kredit-Raten später beim übrigen Konsum sofort wieder einsparen. D.h. die Wirtschaftsankurbelung besteht nur in den 2.500 Euro die der Staat zuschießt, wenn überhaupt, denn die Autoindustrie hat für die durch die Abwrackprämien besonders stark nachgefragten Modelle, wie man hört, teils die Rabatte gekürzt, um schlicht ihre Gewinne für die Aktionäre zu erhöhen.

Fazit

D.h. unter dem Strich hat die Wirtschaft insgesamt wenig gewonnen. Mit einem Aufwand von 1,5 Milliarden wird man mit den Altautos eine vermutlich noch höhere Summe Gebrauchswerte vernichten, die nun zum Beispiel auch in Afrika fehlen, wohin sonst die deutschen Altautos exportiert wurden. Hätte man die 1,5 Milliarden stattdessen z.B. in den Bau von Schulen und Kindergärten gesteckt, wären auch bleibende Gebrauchswerte in dieser Höhe entstanden. Bei Kleinwagen entsprechen 2.500 Euro dagegen ziemlich genau dem Wertverlust bereits im ersten Jahr, so dass der Wertvernichtung beim alten Auto auch kein wirklich nachhaltiger Wertaufbau beim Neuwagen gegenübersteht.

Arbeitsplätze werden durch die Maßnahme im Ausland gesichert und im Inland in den freien Automechanikerwerkstätten in gleichem Maße gefährdet. Die Umweltbilanz der Maßnahme ist mindestens ein Nullsummenspiel, vielleicht sogar negativ. Immerhin, die Autoindustrie hat sich auf Staats- und Steuerzahlerkosten in der Krise ein wenig ihre Gewinne gesichert und ihren Aktionären etwas von den Kurswerten und den Dividenden ihrer "Auto-Aktien".

Wie wäre es mit einer Abwrackprämie für Politiker, die solch einen Unsinn noch dazu als Rettungsmaßnahme beschließen?


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Europa und Deutschland im Zentrum der Weltwirtschaftskatastrophe

14.02.09 | von Knut Karnann [mail] | Kategorien: Nicht kategorisiert

Warum der größte Schaden am Ende bei uns liegen wird

Die Finanzkrise ging von der USA aus und die meisten erwarten dort im Epizentrum auch den größten Schaden. Leider komme ich, der aufgrund seiner volkswirtschaftlichen Kenntnisse immerhin seit über zehn Jahren genau die Jahre des Eintretens der Krise richtig prophezeit hatte, zu dem Ergebnis, dass vielmehr wir hier in Deutschland im Zentrum der verzögerten, aber schlussendlichen größten Schadenseinwirkung dieser Krise stehen werden. Die Gründe sind wie folgt:

1. Im weltwirtschaftlichen Kontext waren wir bislang Semi-Profiteure vor allem als Ausrüster für den Neubau der asiatischen (aber auch osteuropäischen) Fabrik für Amerika und Europa, wohin ein Großteil auch unserer Fertigung verlagert wurde.

2. Sinken die Produktionsraten dort nun auch nur um 10-20% wegen eines entsprechenden Einbruches des amerikanischen Konsums, kann dieses für unseren Maschinenbau Einbrüche von 35 bis 75 Prozent bedeuten. Der Grund dafür ist, dass bereits bei leicht sinkenden Produktionsraten der Aufbau neuer Produktionslinien bis auf innovationsinduzierte Neuanlagen nahezu komplett überflüssig wird. Bei längerem Andauern der Krise stockt zudem auch das Ersatzgeschäft, weil dafür zunehmend die Anlagen stillstehender Linien ausgeschlachtet werden. Wird der Maschinenbau durch solche Einbrüche getroffen, trifft es damit ausgerechnet das Herz der deutschen Wirtschaft.

3. Der Großteil unseres übrigen Exporterfolges (Produkte des täglichen Bedarfes vor allem der Chemie-Industrie) wurde bislang in die EU-Staaten geliefert. Dort sind aber nun große Einbrüche der Kaufkraft und in Folge ein deutliches Einbrechen unserer Exporte zu erwarten aus mehreren Gründen:

3 i. Die osteuropäischen Länder haben sich in ihrem Aufschwung noch nicht stabilisiert und bekommen auf der Basis des von ihnen praktizierten Steuerdumpings bei nun ausbleibender Fortsetzung der wirtschaftlichen Aufwärtsbewegung nun sicherlich erhebliche Probleme mit ihren Auslandsschulden, für die obendrein zu einem Gutteil auch noch die Deutschen und andere Westeuropäer bürgen. Ähnliches widerfährt dort aber auch den Privatleuten.

3 ii. Insbesondere die Mittelmeerländer aber auch z.B. Irland erfüllen unter den neuen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht mehr die Voraussetzungen an wirtschaftlicher Stärke für den Euro. Sie werden in Folge wirtschaftlich von der Euro-Stärke zermalmt werden.

3 iii. Durch die Lohndumping-Politik aller politischen Parteien in Deutschland basierte das schwache Wirtschaftswachstum und der innereuropäische Exporterfolg in den letzten Jahren hauptsächlich auf einer Art „streberhaftem“ Niederringen vor allem der nördlichen, westlichen und südlichen Nachbarländer. Diese dürften derart von uns geschwächt in Folge um so mehr der Krise anheim fallen. Dieses wirkt sich auf deren Konsumkraft aus und somit auf unsere Exporte.

4. Die gleiche deutsche Lohndumping-, aber auch Sozialdumping-Politik in den letzten Jahrzehnten hat aber auch unseren eigenen Binnenmarkt, die Kaufkraft der Leute im Inland weitgehend ruiniert. Diese wird nun also von einem für stabile Zeiten bereits denkbar niedrigen Niveau weiter abstürzen, wenn immer mehr Familien-Ernährer oder -Ernährerinnen in Folge der Krise zum Personalgespräch vorgeladen werden, um sie über ihre künftige Überflüssigkeit zu benachrichtigen.

5. Die marktradikalen Wirtschaftskreisen gegenüber weitgehend korrupte oder selbst so eingestellte Politiker-Elite in Europa hat über Jahrzehnte mit dem Aufbau des bürokratischen Monsters mit Namen „Europäische Union“ die marktradikale Politik europaweit quasi in Beton gegossen. Ein aktuelles Beispiel dieser Gewohnheit politische Handlungsoptionen und damit Handlungsfreiheit wegzuzementieren sind die gerade laufenden Bemühungen meines Wissens aller etablierten Parteien dieses Landes, eine Schuldenbremse für die Zukunft gar grundgesetzlich zu installieren. In Folge gleichen wir in der Weltwirtschaftskrise nun Rittern, die in voller Rüstung in den Fluss gefallen sind. Dieses viel zu schwere bürokratische Korsett wird Europa daran hindern, sich in der Krise freizuschwimmen, wie die US-Amerikaner dank einer weiterhin schlagkräftigen institutionellen Aufstellung mit einer politisch gar nicht so unbeeinflussbaren amerikanischen Notenbank aber z.B. in der Lage sein werden. In Folge wird Deutschland, wird Europa in dieser Weltwirtschaftskrise jämmerlichst ertrinken, während andere Nationen der Welt längst wieder auf dem Weg der Erholung sein werden.

Diese Katastrophe, liebe Leser, wird der größte Teil der Mittelschicht in diesem Land wirtschaftlich definitiv nicht überleben. Viel zu spät, so meine Prognose, wird die europäische Einheit, die europäische Währungsunion zerbrechen und viel zu spät werden die westlichen Staaten, zuletzt die in Europa und zu allerletzt Deutschland anfangen, ihre Wirtschaft durch Protektionismus wenigstens vor dem vollständigen Untergang zu bewahren, denn wichtige marktradikale Akteure wie unser hochverehrter Herr Bundespräsident mobilisieren bereits die Propaganda, gegen die notwendige lebensrettende Operation. Und kaum ein Tabu haben die Marktradikalen tiefer in die westlichen Gesellschaften eingepflanzt, als das goldene Kalb von der Heiligkeit des Freihandels bar aller ordnungspolitischen Restriktionen.

In einem weiteren Artikel werde ich in Kürze das aktuelle Versagen unserer Politik in dieser Krise herausstellen, bis dahin: Ziehen Sie sich warm an!

Beispiele für die laufende Anti-Protektionismus-Propaganda - "Das absolute Böse":

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/protektionismus108.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,607514,00.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,607421,00.html

Und dazu unsere gegenläufige Argumentation für die Notwendigkeit von Protektionismus als Mittel zur Grundwerte-Absicherung - Protektionismus war ja nie abwesend, sondern wurde die letzten Jahrzehnte einseitig und mit Erfolg hauptsächlich von Ländern wie China, Japan und Indien betrieben:

http://www.mittelschicht.com/b2evo2/blog1.php/2008/08/08/das-rezept-erfolgreicher-nationaloekonom
http://www.mittelschicht.com/b2evo2/blog1.php/2008/12/27/the-day-after-tomorrow-in-der-oekonomie

Aktuelle Ergänzung: Laut einem gestrigen Bericht der Financial Times Deutschland wird mit den Zahlen für das vierte Quartal 2008 bereits konstatiert, dass die Absturzgeschwindigkeit der deutschen Wirtschaft jüngst bereits doppelt so hoch ist wie die der US-amerikanischen und der vieler anderer Länder. Die Volkswirtschaftler der Banken rätseln aber im Gegensatz zu mir noch über die Ursachen, die ich oben heute bereits dargestellt habe:

http://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Kommentar-Krise-des-deutschen-Wirtschaftsmodells/474051.html


Hinweise in eigener Sache: Das Kopieren und Weiterverbreiten dieses Artikels unverändert und mit Quellenverweis ist gemäß General Network User License (GNU) absolut erwünscht. Aus technisch administrativen Gründen ist die Kommentarfunktion in diesem Blog momentan noch nicht freigeschalten. Bitte benutzen Sie für Kommentare unser mittelschicht.com-Gästebuch. Besten Dank für Ihr Verständnis.

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