• Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
mittelschicht.com Gästebuch
mittelschicht.com - Das Portal | Das Forum der mittelschicht.com | Der Blog | Das Gästebuch | Die Anmeldung

Gästebuch


BBCode und Smilies sind zugelassen


Wolfgang Waldner     22 Januar 2010 12:08 | Kempten/Allgäu
BewertungBewertungBewertungBewertungBewertung
In der aktuellen Krise geht es der Mittelschicht an den Kragen und das wird hoffentlich endlich zu politischen Einsichten führen.

Sie gehören sicher nicht zu denen, die sich von Großkapital und Politik und Medien gegen die lohnabhängigen Arbeiter und Erwerbslosen haben aufhetzen lassen. Ihren Ansichten kann ich fast voll zustimmen, nur im grundsätzlichen Punkt nicht.

Es ist mit dieser Mittelschicht kein Blumentopf zu gewinnen und Sie werden sich als erklärter Vertreter der Interessen dieser Mittelschicht ins Abseits stellen. Damit lässt sich politisch nichts mehr gewinnen.

Werden Sie Kommunist oder Anarchist, der sich jedenfalls nicht nur für das Wohl einer Klasse einsetzt. Wenn ich heute Mittelschicht lese, springt mir das Messer im Sack auf, wie man in Bayern so sagt.

Mittelschicht, das sind doch die dummen Krauter, die immer Sozialabbau und Lohnkürzung und Steuersenkung für die Reichen bejubelt haben. Die Mittelschicht wollte doch den Erwerbslosen ständig die letzte Unterstützung streichen und jede Schikane einführen oder verstärken. Das alles nur, um billige Lohnsklaven für ihre Klitsche und billige *** für Haus und Garten zu gewinnen.

Nein, Sie sind ein guter Mensch und haben politisch große Ahnung, aber mit der Mittelschicht und deren Interessen können Sie mir und vielen anderen wie mir nie mehr kommen. Nie mehr!

Freundliche Grüße

W. Waldner

Martin     04 Mai 2009 13:38 | Bad Säckingen
BewertungBewertungBewertungBewertungBewertung
Gewiss ist nur eines, dass es kein geheimrezept gibt und simsalabim ist alles wieder in bester Ordnung.

Niccolo Machiavelli hat es richtig erkannt. Der Mensch ist verderbt, durchtrieben korrupt und unaufrichtig. Und Verlass ist so oder so auf keinen wenn es hart auf hart kommt. Deswegen lohnt sich die Lektüre seines Werkes: "Der Fürst" eher als die Bibel.

In der Mittelschicht tummelt sich alles vom rechten bis zum linken Rand des politischen Spektrums. Sie hier zusammen zu fügen gleicht der Quadratur des Kreises. Ich will nicht unken, aber ich bezweifle, dass sich hier eine schlagkräftige Macht entwickeln wird.

Ich werde diesem Land den Rücken kehren sobald ich nur kann. Dabei bin ich nicht opportunistischer als alle jene die ihr Geld schon längst auswandern haben lassen um es vor dem Zugriff derer zu schützen die für die Funktion des Staates nichts zu leisten gewillt sind.

Ich habe kein Problem mit Steuern. Ich finde sogar, dass die Steuern in Deutschland nicht das Problem sind wenn man den internationalen Vergleich anstellt. Das Problem ist, dass sich hier Leistung nicht mehr lohnt. Der Kuchen ist längst schon verteilt und jeder wacht mit Argusaugen, dass ihm keiner was wegnimmt.

Hat denn schon mal einer darüber nachgedacht, dass und wie unser Gesundheitswesen ausufert und die Kosten pro Monat den Anteil der Steuern längst gesprengt hat. Auch die systematische Demontage des Generationenvertrages bei der Rente. Viel Beitrag für wenig Leistung.

Für mich ist das Ziel die Schweiz. Nicht wegen der wenigen Steuern, sondern wegen der Staatsform und der Gesetze.
Eine Gemeinde darf z.B. nur soviel Geld ausgeben wie sie einnimmt. Und wenn sie weniger braucht als sie an Steuern einnimmt, dann krieg ich als Steuerbürger das Geld wieder zurück.
Im Gegensatz meine Heimatgemeinde. Die ist mit fast 100000 EUR pro Kopf verschuldet. Das kann mit Verlaub keiner zurückzahlen. Unser Bürgermeister hat den Filz vom Vorgänger mutig angepackt und zuweilen Ross und Reiter beim Namen genannt. Was hat er dafür gekriegt. Ohrfeigen und Abstrafungen bis er nicht mehr wollte. Dann haben sie ihn noch als Verräter hingestellt, der die Gemeinde im Stich lässt. Unfassbare Vorgänge.

In der Schweiz hat man das Wort von Ludwig Erhard vom "Mass halten" besser und treuer verinnerlicht als die Deutschen.

Dieses Deutschland ist voll von Opportunisten, die unentwegt nur eines fordern. Die Erfüllung ihrer Wünsche und Begehrlichkeiten. Und Demokratie sei Dank können per Wahlurne die "Machthaber" dazu gepresst werden.

Daran zeigt sich vor allem eines: Die Deutschen sind in Tat und Wahrheit nicht demokratiefähig. Sie brauchten in der Vergangenheit stets einen Diktator der sie mit brachialer Macht und Knute eingebremst hat. Das führte zwar zu deutlich weniger Wohlstand, aber auch deutlich weniger Dekadenz. Die Menschen waren noch mit weniger und ihrem Leben als solchem zufrieden, anders wie heute.

Es gibt nur einen Trost. Ewig wird das so jedenfalls nicht weiter gehen. Irgendwann wird es wieder krachen und alles in Schutt und Asche liegen. Dann geht alles wieder von vorne los.

So war es bisher und so wird es auch bleiben. Bis dahin schaut am besten jeder wie er am Besten durchs Leben kommt. Ich hab nur eines und werde es mir von Merkel & Co nicht steheln lassen.

Für die mutigen Entscheidungen, die dieses Land vor dem Untergang retten könnten ist es eh schon viel zu spät. Und dank der freiheitlich demokratischen Grundordnung so oder so nicht durchsetzbar.

Deshalb: Carpe diem#

Gruss Martin

Rupert     17 April 2009 05:56 | München
Ihre Analysen sind treffend, leider sind sie eher eine Art Bedindlichkeitsanalyse und führen zu unrealistischen Forderungen.

Kein System ist jemals von Außen tatsächlich gestört oder geändert worden. Systeme müssen von Innen implodieren. Ob der reale Kommunismus, das römische Reich oder die Citibank: Perversionen müssen sich ihren Weg suchen, müssen ausgelebt werden. Es gibt immer Gewinner und Verlierer.

Wenn ein Madoff in den USA 20 Jahre wie die Made im Speck lebt und dann im Knast stirbt, mag das dem Revanchisten eine Genugtuung sein, aber letztendlich zeigt seine Liste an Investoren, dass sogar sehr intelligente und sehr berühmte Leute nicht davor gefeilt sind falsche Entscheidungen zu treffen.

Eine Änderung des System ist nicht realistisch. Aber eine stärkere Überwachung und Regulierung wird selbstverständlich die nächste Krise nicht verhindern. Dazu ist zu viel Geld im Markt. Aber was gibt es besseres, als die großen Schwätzer darauf hinzuweisen, dass sie ihre eigenen Systeme, ihre eigenen Netzwerke, ihre eigenen Firmen nicht im Griff haben?

Wenn man heute Top Investmentbanker frägt, ob sie glauben dass sie in der Zukunft sicher sein können das sie 100% die Risiken ihres Portfolios kennen, lachen viele. "Das ist doch nicht Teil unseres Jobs!" Sie sehen immer noch das Risiko, das Spiel als den Ort an, wo Geld verdient wird. Für 5% auf "sichere" Anlagen wird man auch keinen 54 Stockwerke Wolkenkratzer voller Investment-Spezialisten brauchen, dazu reicht eine Abteilung von 50 Leuten. Erst das "mehr Wollen", die Gier treibt das Spiel an.

Wer also argumentiert, man müsste nur an zwei Stellschrauben drehen und schon hat man ein ganz neues System, der verkennt das schon sein eigener Vater oder die eigene Oma mit unter den "fiesen Gierschlünden" sein kann, die all ihr Geld auf isländische Konten obskurer Banken verschoben haben um aggressive Zinsen zu kassieren.

Es ist immer leicht über das Fehlverhalten einer anderen Kaste, die vielleicht ein 10000sten Teil der Bevölkerung darstellt herzuziehen. Aber wenn die Krise eines Gezeigt hat, dann das WIR ALLE in der westlichen Welt über unsere Verhältnisse gelebt haben und das immer und ewige mehr mehr mehr, "es gibt immer weiter" eben auch ein Teil des Problems ist.

Nur ist es einfacher einen kleinen Investmentfunktionär einer Landesbank dafür an die Wand zu stellen, der als kleiner Bänker plötzlich mit Milliardenbeträgen dealte und längst die Bodenhaftung verlor.

Es hatte ja seinen Grund warum er nur ein kleiner Bänker gewesen ist. Er war für das große Spiel nicht gemacht, genausowenig 90% der Leute die da mitgespielt haben. Wer dem 100.000 einen Vertrag für ein Haus andreht, das er sich nie nie nie leisten konnte, wusste das was nicht koscher ist. Aber das war zu groß, der Haufen war zu groß.

Und man hat sich doch gerade einen Plasma-TV gekauft, es muss doch weitergehen! Wir sind mit Schuld. Wir müssen uns ändern. Wir alle!

Horst     12 März 2009 22:33 |
BewertungBewertungBewertungBewertungBewertung
Finde es toll, wenn neue Sachen versucht werden. Viel mehr Menschen sollten etwas Neues probieren. Wünsche Euch viel Erfolg!

Horst

Bernd Müller     14 Januar 2009 16:27 |
Vielen Dank für Ihren Artikel "Eine etwas gründlichere Analyse der Ursachen der Finanzkrise und was daraus folgt". Ich empfehle Ihnen, die politische Grundlage für die heutige Entwicklung, die Agenda 21, http://www.un.org/depts/german/conf/agenda21/agenda_21.pdf, zu lesen. Dort sehen Sie exakt, warum es dem Mittelstand immer mieser geht! Ich erlaube mir, eine Positionierung hier auch anzubieten: http://www.basis-d.de/2009/01/06/vergangenheit-gegenwart-zukunft-aus-sicht- des-jahres-2009/.

Ich wünsche Ihnen und allen, die den Mittelstand tragen wollen, bestes Gelingen!


7
Einträge im Gästebuch

Die Bundestagswahl und die Landtagswahl in Brandenburg

in
Vergangen

Besuche

Inhaltsaufrufe : 24222

Besondere Hinweise



Design by i-cons.ch / etosha-namibia.ch